Beseitigung der Filterstaubhalde

25/09/2026

Die CDU Fraktion und der CDU Verband fordern die Beseitigung der Filterstaubhalde

 

In der Gemeinderatssitzung vom 21.09.2026 wurde der Bauantrag der Opterra Wössingen GmbH behandelt. Mit Sorge blicken wir auf die enorme gelagerte Menge etwa 85.000 Tonnen konzentrierter Filterstaub. Diese wurden damals, laut Aussage des Zementwerkes im Verhältnis 1:10 mit Erdaushub vermengt und ergeben somit 880.000 t belastetes Material. Wie im Antrag beschrieben, dichtet die zur Befestigung der Filterstaubhalde dienende Felswand erosionsbedingt nicht mehr ausreichend ab. Erstaunlicherweise ist im Antrag auch davon die Rede, dass im Januar 2022 bereits ein Drohnenüberflug stattfand und festgestellt wurde, dass Filterstäube bereits zu Tage treten und es droht, dass Filterstäube in größeren Maßen durchbrechen können.

Wie im Antrag beschrieben, handelt es sich bei den Stäuben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe, insbesondere aufgrund von Chromverbindungen, als umweltschädliche und giftige Stoffe, die nicht ins Grundwasser oder in die Atmosphäre gelangen dürfen.

Diese Information nach über 4 Jahren nach Feststellung in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung beiläufig zu einem Bauantrag und zur Änderung im Bereich der Rekultivierung zu erfahren, verärgert uns massiv.

Die im Antrag festgestellte akute Umweltgefährdung bedeutet für Walzbachtal und den umliegenden Gemeinden insbesondere auch eine akute Trinkwassergefährdung sowie eine Gefährdung durch Staubemissionen mit gefährlichen Inhaltsstoffen.

Die akute Umweltgefährdung widerspricht gleichwohl auch der Vorgehensweise, diese Feststellung über 4 Jahre der Gemeinde zu verschweigen und in der Gemeinderatssitzung eine Lösung zu präsentieren, die nicht die akute Umweltgefährdung beseitigt, sondern eine Erhöhung der Verfüllmenge zur Stabilisierung der Felswand vorschlägt, mit einer Dauer von mindestens 5 Jahren.

Das Transparenzversprechen des Werkes ist somit gebrochen und Vertrauen leider deutlich verspielt worden.

Gemeinsam mit den Fraktionen der SPD und den Grünen haben wir bereits in der Gemeinderatssitzung einen gemeinsamen Antrag gestellt und kurzfristige Sofortmaßnahmen gefordert, die die bereits freigesetzten Filterstäube wieder abdecken und die akute Gefährdung beseitigt.

Weiterhin haben wir – wie die jeweils anderen Fraktionen für sich auch – einen umfassenden Fragenkatalog an die Gemeinde und Opterra gestellt. Unsere Kernforderungen sind wie folgt:

  • Aufklärung über zeitliche und genehmigungsrechtliche Abläufe mit den zuständigen Genehmigungs- und Überwachungsbehörden
  • Wie viel Filterstaub könnte maximal bei einem Durchbruch freigesetzt werden und welche Sofort- und Notfallmaßnahmen werden durch das Werk vorgehalten?
  • Es muss gutachterlich untersucht werden, welche Mengen im Falle eines Durchbruchs ins Grundwasser und in die Atmosphäre gelangen können.
  • Engmaschige Grundwassermonitoring und ggfs. Errichtung weiterer Grundwassermessstellen.
  • Kurzfristige Sofortmaßnahmen, z.B. Abdeckung der offen liegenden Filterstäube.
  • Hydrogeologische Untersuchung der Grundwasserströmung und der Identifizierung möglicher gefährdeter Trinkwasserförderstellen.
  • Erschütterungsmessungen bei jeder Sprengung im Steinbruch und Minimierung der Sprengerschütterungen durch Anpassung der Sprengvorgänge.
  • Den Nachweis erbringen, wie Alternativlösungen bewertet wurden.

Laut unseren Recherchen (DESTATIS) sind in Deutschland noch etwa 39 Mio m3 Volumen in Deponien der Klasse III sowie im Bergversatz vorhanden. Wir fordern daher zusätzlich die Machbarkeitsuntersuchung einer vollständigen Beseitigung des Filterstaubkörpers in einer dafür zugelassenen Deponie mit Vorstellung des Prüfberichtes in einer öffentlichen Gemeinderatsitzung.

Derzeitige Grundwasseranalysen zeigen keine Auffälligkeiten, wir wollen aber auch, dass dies so bleibt. Die CDU Fraktion ist im engen Austausch und Schulterschluss mit dem CDU Gemeindeverband sowie den Fraktionen und bleiben am Thema dran, für ein weiterhin lebenswertes Walzbachtal.

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