B293 Besichtigung

24/06/2021

Besuch von Ansgar Mayr (MdL) und Bundestagskandidat Nicolas Zippelius

Am Montag, den 14. Juni 2021 trafen sich Ansgar Mayr und Nicolas Zippelius mit Tino Villano (Vorstand der CDU Walzbachtal) zu einem kurzen Gespräch.

Angesprochen wurde der Planungsstand zur B293, zu dem am Dienstag davor ja die Pressemitteilung in der BNN erschienen ist. Erschrocken über den Zeithorizont möchten wir erneut darauf hinweisen, dass die Ortsumfahrung zwingend notwendig ist und zur Entlastung der Jöhlinger Bevölkerung maßgeblich beiträgt. Zwar werden zukünftig mehr Fahrzeuge elektrisch, als Hybrid oder mit Wasserstoff angetrieben werden, was sich positiv auf die Emissionen und Lärm auswirken wird. Die Prognosen aus dem Bundesverkehrsministerium hinsichtlich des Güterverkehrs und dem Individualverkehr zeigen einen deutlichen Anstieg. So steigt der motorisierte Individualverkehr von 2010 bis 2030 um 3,8%. Die Steigerung der PKW Dichte im gleichen Zeitraum liegt bei 631 in 2010 und soll in 2030 auf 694 PKW pro 1.000 EW steigen (https://www.bmvi.de//SharedDocs/DE/Artikel/G/verkehrsverflechtungsprognose-2030.html). In Baden-Württemberg ist die KfZ Dichte sogar von 646 in 2010 auf 744 in 2020 gestiegen. Auch in Walzbachtal ist der Kfz Bestand von 2010 zu 2020 um fast 1.000 Fahrzeuge gestiegen (https://www.statistik-bw.de/Verkehr/KFZBelastung/10025010.tab?R=GS215089&fbclid=IwAR2Eu-_JESJBGEkt55PruCN2FLDQYMjdfWS_h-1pWyOnVzXNwA7cJzjrA-4). Allgemein kann man sagen, dass steigende Einwohnerzahlen auch mit steigendem Verkehr einhergehen. Neben den Emissionen und Lärm auch eine Frage der Verkehrsdichte und der daraus resultierenden Verkehrssicherheit für alle Teilnehmer. Auch der Bestand an Parkflächen lässt sich nicht beliebig vergrößern. Im Güterverkehr steigt die Verkehrsleistung der LKW (tkm) von 2010 bis 2030 prognostiziert um stolze 39% an.  

Ein weiteres Thema war die derzeitige Windmessung am Heuberg in Weingarten, beauftragt durch die EnBW. Einig waren wir uns, dass der derzeitige Regionalplan und Flächennutzungsplan als Referenzanlage eine deutlich niedrigere Windenergieanlage zu Grunde liegt und die damit ausgewiesenen Umwelteinwirkungen nicht der geplanten, deutlich höheren Anlage, entsprechen können. Wir werden die Ergebnisse der Messung einfordern und ganz genau hinterfragen, denn laut Aussage des damaligen Umweltministers Franz Untersteller im Umweltbericht zum Regionalplan, lassen sich Windenergieanlagen aufgrund der geringen Windhöffigkeit im Kraichgau, nicht wirtschaftlich betreiben.

Gesprochen haben wir auch über Klimaschutzmaßnahmen und den Ambitionen der Industrie. Technische Lösungen, wie beispielsweise die CO2 Abscheidung im Abgasstrom industrieller Abgase, sind in den kommenden Jahren verfügbar. Dann sind Politik und Gesellschaft gefragt, denn abgeschiedenes CO2 muss transportiert werden – beispielsweise mittels Pipelines zu einem Hafen um dann weiter transportiert zu werden oder direkt zu Verwertungsanlagen, die neue Ausgangstoffe aus CO2 herstellen. Neue Infrastrukturprojekte erfordern aber die Akzeptanz durch die Bevölkerung sowie Planungs- und Investitionssicherheit durch die Politik.

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